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Lagertha – Schildmaid, Kriegerin, Legende: Was stimmt wirklich?

Kaum eine Frau aus den nordischen Sagen ist heute so bekannt wie Lagertha. Sie gilt als Schildmaid, Kriegerin, Anführerin und ehemalige Frau Ragnar Lodbroks. In modernen Darstellungen steht sie für eine starke Wikingerin, die selbst über ihr Leben entscheidet, Waffen trägt und Männern auf dem Schlachtfeld in nichts nachsteht.

Doch hinter dieser modernen Vorstellung steckt eine überraschend schmale Quellenbasis.

Denn Lagertha ist keine Figur, deren Leben wir aus mehreren unabhängigen Quellen rekonstruieren können. Im Gegenteil: Ihre Geschichte ist ausschließlich in einem mittelalterlichen Werk überliefert – der Gesta Danorum des dänischen Geistlichen und Gelehrten Saxo Grammaticus. Dort erscheint sie als außergewöhnlich tapfere norwegische Kriegerin, die Ragnar Lodbrok heiratet, ihm später sogar mit einem eigenen Aufgebot zu Hilfe kommt und schließlich ihren zweiten Ehemann tötet, um selbst zu herrschen.

Das macht Lagertha nicht uninteressant. Es macht sie sogar noch interessanter.

Denn an ihr lässt sich besonders gut zeigen, wie schwierig es ist, zwischen historischer Frau, mittelalterlicher Heldengestalt und moderner Interpretation zu unterscheiden.

Die einzige mittelalterliche Quelle über Lagertha

Lagerthas Geschichte steht im neunten Buch der Gesta Danorum, der „Taten der Dänen“, die Saxo Grammaticus um die Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert verfasste.

Saxo schrieb also mehrere Jahrhunderte nach der Wikingerzeit, die seine Erzählung teilweise beschreibt. Sein Werk ist zudem keine moderne Geschichtsschreibung. Gerade die frühen Bücher verbinden dänische Geschichte mit Sagen, Helden, mythischen Motiven und außergewöhnlichen Ereignissen.

Das ist bei Lagertha besonders wichtig.

Denn es existiert keine zeitgenössische Chronik aus dem 9. Jahrhundert, die ihren Namen nennt. Es gibt auch keine unabhängige skandinavische Quelle, die Saxos Lagertha bestätigt. Archäologisch lässt sich keine bestimmte Frau mit ihr identifizieren.

Damit können wir zwar erzählen, was Saxo über Lagertha berichtet, aber nicht einfach behaupten, dass Lagerthas Leben tatsächlich so stattgefunden hat.

Der Unterschied zwischen diesen beiden Aussagen ist entscheidend.

Eine Frau unter Kriegern

Saxo führt Lagertha im Zusammenhang mit einem Krieg in Norwegen ein. Der schwedische König Frø soll den norwegischen König Sywardus getötet und dessen Frauen öffentlich erniedrigt haben. Ragnar zieht daraufhin nach Norwegen, um den Tod seines Verwandten zu rächen.

Unter den Frauen, die sich Ragnar anschließen, befindet sich Lagertha.

Saxo beschreibt sie ausdrücklich als kampferfahrene Frau. Sie trägt ihr langes Haar über den Schultern und kämpft an vorderster Stelle. Ihre Fähigkeiten beeindrucken Ragnar so sehr, dass er nach dem Kampf nach ihr fragt. Saxo schildert sie damit nicht als zufällige Frau, die irgendwann eine Waffe in die Hand nimmt, sondern als erfahrene Kämpferin.

Genau hier beginnt allerdings die Schwierigkeit.

Saxos Beschreibung beweist nicht, dass Frauen im 9. Jahrhundert generell als Kriegerinnen auf dem Schlachtfeld kämpften. Sie beweist zunächst nur, dass Saxo eine solche Frau in seiner Geschichte auftreten lässt.

Und trotzdem wäre es genauso falsch, Lagertha einfach als völlig unmöglich abzutun.

Denn archäologische Funde zeigen, dass die Rolle von Frauen in der Wikingerzeit komplexer war, als ältere Vorstellungen vermuten ließen.

Gab es wirklich weibliche Krieger?

Eine der wichtigsten Entdeckungen in dieser Diskussion stammt aus Birka in Schweden.

Im Grab Bj 581 war eine Person mit einer außergewöhnlich umfangreichen Waffenausstattung bestattet worden. Das Grab enthielt unter anderem ein Schwert, eine Axt, einen Speer, Pfeile, zwei Schilde und zwei Pferde. Außerdem wurden Spielsteine gefunden, die von den Forschern als Hinweis auf strategisches beziehungsweise taktisches Wissen interpretiert wurden.

Lange hielt man die bestattete Person deshalb für einen Mann.

Genetische Untersuchungen zeigten jedoch, dass die Person biologisch weiblich war. Die Studie von 2017 bezeichnete sie als hochrangige weibliche Kriegerin.

Das ist ein bedeutender Befund.

Er zeigt, dass zumindest einige Frauen im wikingerzeitlichen Skandinavien eine Rolle im militärischen Bereich eingenommen haben konnten. Gleichzeitig mahnt dieselbe Forschung zur Vorsicht: Aus einem einzelnen Grab lässt sich keine allgemeine gesellschaftliche Regel ableiten.

Das ist für Lagertha besonders interessant.

Der Fund von Birka beweist nicht, dass Lagertha existierte. Aber er zeigt, dass die Vorstellung einer Frau mit einer hochrangigen militärischen Identität nicht automatisch als reine Fantasie abgetan werden kann.

Lagertha und der Begriff „Schildmaid“

Heute wird Lagertha fast automatisch als Schildmaid bezeichnet.

Der altnordische Begriff skjaldmær beziehungsweise die Vorstellung von bewaffneten Frauen ist tatsächlich in der altnordischen Literatur vorhanden. Neben Lagertha gibt es weitere weibliche Figuren, die Waffen tragen oder kämpfen, etwa Hervör in der Hervarar saga oder die Heldin Brynhild aus dem germanisch-nordischen Sagenkreis.

Doch auch hier müssen wir vorsichtig bleiben.

Eine literarische Figur ist kein Beweis für eine fest organisierte gesellschaftliche Gruppe namens „Schildmaiden“. Wir wissen nicht, ob es im Wikingerzeitalter eine klar definierte soziale Kategorie von Frauen gab, die sich selbst als Schildmaiden verstanden.

Der moderne Begriff erzeugt leicht das Bild einer Art weiblicher Kriegerkaste.

Dafür gibt es keine ausreichenden Belege.

Besser ist es, von Frauen zu sprechen, die in einzelnen Fällen mit Waffen und möglicherweise auch mit militärischen Aufgaben verbunden waren, während die gesellschaftliche Verbreitung solcher Rollen weiterhin umstritten ist.

Ragnar Lodbrok und die ungewöhnliche Ehe

In Saxos Erzählung wird Lagertha eng mit Ragnar verbunden.

Nachdem Ragnar ihre Tapferkeit erlebt hat, möchte er sie heiraten. Doch die Geschichte ist alles andere als eine gewöhnliche Romanze.

Lagertha lebt in einem von gefährlichen Tieren bewachten Anwesen. Ragnar muss sich gegen diese Bedrohungen behaupten, bevor er sie zur Frau nehmen kann. Saxo beschreibt anschließend ihre Ehe und berichtet, dass sie Kinder bekommen.

Später wendet sich Ragnar jedoch Thora, der Tochter des Königs Herothus, zu. Seine Verbindung mit Lagertha endet.

Bemerkenswert ist dabei, dass Lagertha in Saxos Erzählung nicht einfach aus der Geschichte verschwindet.

Jahre später braucht Ragnar ihre Hilfe erneut.

Lagertha kehrt auf das Schlachtfeld zurück

Ragnar gerät in einen Konflikt mit den Jüten und Schonen, die sich gegen seine Herrschaft wenden. Er bittet um Unterstützung aus Norwegen.

Lagertha kommt.

Und zwar nicht allein.

Saxo berichtet, dass sie mit ihrem Ehemann, ihrem Sohn und einer Flotte von 120 Schiffen zu Ragnar fährt. Sie unterstützt ihren früheren Mann trotz der inzwischen beendeten Ehe. In der folgenden Schlacht gerät Ragnars Heer in Bedrängnis. Als die Lage beinahe verloren scheint, greift Lagertha mit ihren Leuten ein. Sie fällt dem Gegner in den Rücken und bringt dadurch die Schlacht wieder zugunsten Ragnars zum Kippen.

Das ist eine der auffälligsten Szenen ihrer gesamten Geschichte.

Lagertha ist hier nicht nur eine Kämpferin.

Saxo macht sie zu einer militärisch handelnden Anführerin, die über eigene Leute und eine eigene Flotte verfügt.

Ob das historische Realität widerspiegelt, wissen wir nicht.

Aber es zeigt sehr deutlich, welches Bild Saxo von dieser Frau zeichnen wollte.

Lagertha wollte nicht im Schatten eines Mannes leben

Die Geschichte endet bei Saxo besonders dramatisch.

Nach dem Sieg kehrt Lagertha nach Hause zurück. Dort tötet sie ihren zweiten Ehemann mit einem Speer, den sie unter ihrer Kleidung verborgen hatte.

Saxo erklärt die Tat bemerkenswert offen: Lagertha habe lieber allein über ihr Reich herrschen wollen, als ihre Macht mit ihrem Ehemann zu teilen.

Damit wird sie zu einer ungewöhnlichen Figur innerhalb von Saxos Erzählung.

Sie ist nicht einfach die „starke Frau an der Seite des Helden“.

Sie selbst besitzt Macht.

Sie führt Menschen.

Sie kämpft.

Sie entscheidet über ihre Ehen.

Und schließlich entscheidet sie sich dafür, allein zu herrschen.

Gerade deshalb wirkt Lagertha heute so modern.

Doch wir sollten aufpassen, diese Modernität nicht rückwirkend in das 9. Jahrhundert hineinzulesen.

Lagertha ist eine Figur, die Saxo im Mittelalter geschaffen beziehungsweise überliefert hat. Was sie über tatsächliche Frauen der Wikingerzeit aussagt, ist deshalb eine offene historische Frage.

War Lagertha vielleicht eine Göttin?

Immer wieder wird versucht, Lagertha mit älteren nordischen oder germanischen Göttinnen in Verbindung zu bringen.

Dafür gibt es jedoch keinen sicheren Beleg.

Ihr Name und ihre Geschichte haben zu verschiedenen Spekulationen geführt, unter anderem zu Vergleichen mit weiblichen übernatürlichen Gestalten der nordischen Überlieferung. Solche Theorien können interessant sein, bleiben aber hypothetisch.

Es gibt keine Quelle, die Lagertha als Göttin bezeichnet.

Auch die Gesta Danorum präsentiert sie nicht einfach als eine Göttin in menschlicher Gestalt. Saxo erzählt ihre Geschichte vielmehr als Teil seiner heroischen Vergangenheit.

Deshalb sollte man Lagertha nicht ohne Weiteres zu einer vergessenen nordischen Göttin erklären.

Was sagt Lagertha über Frauen in der Wikingerzeit aus?

Hier wird es historisch besonders spannend.

Die Wikingerzeit war keine Gesellschaft, in der Frauen grundsätzlich machtlos gewesen wären. Frauen konnten in verschiedenen Regionen und sozialen Schichten über Besitz verfügen, wirtschaftlich handeln und innerhalb ihrer Familien erhebliche Handlungsspielräume besitzen. Die rechtlichen Möglichkeiten unterschieden sich allerdings nach Zeit, Region und sozialem Status. Forschung zur mittelalterlichen Rechtsgeschichte zeigt, dass der Besitz und die Handlungsfähigkeit verheirateter Frauen in Skandinavien komplexer waren, als ein einfaches Bild vollständiger männlicher Kontrolle vermuten lässt.

Auch die archäologische Forschung hat das Bild verändert.

Frauen waren mobil. Sie reisten. Sie gehörten zu Handels- und Elitennetzwerken. Und in Einzelfällen lassen sich Frauen mit Waffen und möglicherweise militärischen Rollen nachweisen. Der Fund von Birka ist hierfür das bekannteste Beispiel.

Aber daraus folgt nicht, dass die Wikingerzeit eine Gesellschaft der Gleichberechtigung im modernen Sinn gewesen wäre.

Ebenso wenig können wir sagen, dass Frauen regelmäßig als Kriegerinnen in den Heeren Skandinaviens kämpften.

Die Quellen und archäologischen Befunde erlauben vielmehr ein komplizierteres Bild: Die sozialen Möglichkeiten von Frauen waren größer und vielfältiger, als ältere Geschichtsbilder vermuten ließen – doch eine allgemeine weibliche Kriegerrolle lässt sich daraus nicht ableiten.

Warum Lagertha trotzdem keine historische Belegfigur ist

Das ist wahrscheinlich der wichtigste Punkt des gesamten Artikels.

Man könnte versucht sein zu sagen:

„Wir haben eine mittelalterliche Quelle über Lagertha und wir haben den weiblichen Krieger von Birka. Also muss Lagertha eine historische Kriegerin gewesen sein.“

Das funktioniert nicht.

Zwischen beiden Befunden liegen Jahrhunderte.

Saxo nennt Lagertha. Das Grab von Birka belegt eine konkrete Frau mit einer außergewöhnlichen Waffenausstattung. Doch kein Fund verbindet diese Frau mit Lagertha, und keine zeitgenössische Quelle bestätigt Saxos Erzählung.

Lagertha bleibt deshalb historisch unbestätigt.

Das bedeutet aber nicht, dass ihre Geschichte wertlos ist.

Im Gegenteil.

Sie zeigt, dass mittelalterliche skandinavische Erzähler sich eine Frau vorstellen konnten, die nicht nur kämpft, sondern auch militärische Führung übernimmt und politische Macht ausübt. Ob dieses Bild auf tatsächlichen Erfahrungen beruhte, auf älteren Erzählungen oder vor allem auf literarischer Gestaltung, lässt sich nicht sicher entscheiden.

Lagertha und die moderne Popkultur

Heute kennen viele Menschen Lagertha nicht durch Saxo Grammaticus, sondern durch die Fernsehserie Vikings.

Dort wird sie von Katheryn Winnick dargestellt und zu einer zentralen Figur der Handlung gemacht. Die Serie verbindet Elemente aus Saxos Lagertha-Erzählung mit Ragnar Lodbrok, historischen Ereignissen und zahlreichen frei gestalteten Handlungselementen.

Das Ergebnis ist eine moderne Figur, die wesentlich umfangreicher ausgearbeitet ist als Lagertha bei Saxo.

Die Serien-Lagertha ist Ehefrau, Mutter, Kriegerin, Herrscherin und politische Akteurin. Sie besitzt eine eigene Entwicklung und wird zu einer der wichtigsten Figuren der Geschichte.

Historisch sollte man diese Darstellung jedoch nicht mit der mittelalterlichen Überlieferung verwechseln.

Saxos Lagertha ist bereits eine außergewöhnliche Gestalt – aber ihr überliefertes Leben ist wesentlich kürzer und konzentrierter.

Gerade deshalb ist es sinnvoll, zwischen drei verschiedenen Lagerthas zu unterscheiden:

Saxos Lagertha, die einzige mittelalterlich überlieferte Figur.

Die mögliche historische Lagertha, für deren Existenz wir keinen unabhängigen Beleg besitzen.

Und die moderne Lagertha, die aus Saga, Forschung und Popkultur neu zusammengesetzt wurde.

Was stimmt also wirklich?

Die sichere Antwort fällt kürzer aus, als man zunächst erwarten könnte.

Wir wissen, dass Saxo Grammaticus Lagertha in seiner Gesta Danorum als außergewöhnliche norwegische Kriegerin beschreibt. Er erzählt von ihrem Kampf an Ragnars Seite, ihrer Ehe mit ihm, ihrer späteren Unterstützung Ragnars mit einer eigenen Streitmacht und ihrem zweiten Ehemann, den sie schließlich tötet, um selbst zu herrschen.

Wir wissen nicht, ob Lagertha tatsächlich gelebt hat.

Wir wissen nicht, ob sie wirklich mit Ragnar verheiratet war.

Wir wissen nicht, ob sie eine Flotte von 120 Schiffen führte.

Wir wissen nicht, ob die von Saxo erzählten Schlachten tatsächlich so stattfanden.

Und wir haben keinen archäologischen Fund, der mit Sicherheit mit ihr identifiziert werden kann.

Was wir dagegen wissen, ist, dass Frauen in der Wikingerzeit nicht einfach auf eine passive Rolle reduziert werden können. Der archäologische Befund aus Birka zeigt, dass mindestens eine Frau mit einer hochrangigen Kriegeridentität bestattet wurde. Gleichzeitig bleibt die Frage offen, wie häufig solche Fälle tatsächlich waren.

Lagertha zwischen Geschichte und Legende

Lagertha war möglicherweise eine historische Frau.

Vielleicht steckt hinter ihrer Geschichte tatsächlich eine reale norwegische Kriegerin oder Anführerin. Vielleicht bewahrt Saxos Erzählung Erinnerungen an Frauen, die in bestimmten Situationen Waffen trugen und politische oder militärische Macht ausübten.

Vielleicht ist Lagertha aber auch eine literarische Konstruktion, in der verschiedene Vorstellungen von weiblicher Stärke zusammenflossen.

Wir können diese Möglichkeiten heute nicht eindeutig auseinanderhalten.

Und genau deshalb sollte man Lagertha weder als zweifelsfrei historische Schildmaid noch als völlig bedeutungslose Fantasiefigur darstellen.

Sie steht an einer Grenze.

Auf der einen Seite befindet sich die Welt der mittelalterlichen Heldenerzählung, in der Frauen wie Lagertha, Hervör oder Brynhild kämpfen und handeln können. Auf der anderen Seite steht die archäologische Realität einer Wikingerzeit, in der Frauen nachweislich vielfältige soziale Rollen einnahmen und in Einzelfällen sogar mit eindeutig militärisch geprägter Ausstattung bestattet wurden.

Lagertha selbst bleibt dabei im Nebel.

Vielleicht hat sie gelebt.

Vielleicht war sie eine Erinnerung an mehrere Frauen.

Vielleicht entstand sie vor allem aus der Vorstellung eines mittelalterlichen Erzählers davon, wie außergewöhnlich eine Frau sein konnte.

Was wir mit Sicherheit sagen können, ist nicht, dass Lagertha die berühmteste Schildmaid der Wikingerzeit war. Wir können sagen, dass sie die berühmteste Schildmaid in einer mittelalterlichen Erzählung ist.

Und vielleicht ist genau das der Grund, warum ihre Geschichte bis heute weiterlebt.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Lagertha

Hat Lagertha wirklich gelebt?

Wahrscheinlich nicht in der Form, wie sie in den Sagen beschrieben wird. Ihre Geschichte basiert auf den Schriften von Saxo Grammaticus, der eher literarisch als historisch arbeitete.

Was ist eine Schildmaid?

Eine Schildmaid (skjaldmær) war laut nordischer Überlieferung eine Frau, die aktiv an Kämpfen teilnahm – eine seltene, aber symbolträchtige Rolle.

Gab es Beweise für kämpfende Wikingerfrauen?

Ja, es gibt archäologische Funde – etwa in Birka (Schweden) – die auf weibliche Kriegerinnen hinweisen, allerdings ist deren Interpretation umstritten.

Warum ist Lagertha heute noch so bekannt?

Durch moderne Adaptionen wie die Serie Vikings wurde Lagertha einer neuen Generation bekannt. Sie steht heute symbolisch für starke Frauenfiguren in Mythos und Geschichte.

Welche Quellen berichten über Lagertha?

Die Hauptquelle ist Gesta Danorum von Saxo Grammaticus, verfasst im 12. Jahrhundert. Weitere Quellen gibt es nicht.

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